Yangshuo


In Yangshuo angekommen liefen wir durch die geschäftige Fussgängerzone zu einer Unterkunft, welche wir im Internet gefunden haben. Zum Glück hatten sie noch ein Zimmer frei und so buchten wir gleich zwei Nächte. Wir legten uns hin um uns ein wenig zu erholen ehe wir zum Nachtessen aufbrachen. Das Essen war hervorragend und wir sahen, dass dieses Restaurant auch Kochkurse anbietet. So buchten wir für den nächsten Tag einen Kochkurs.

 

Es Regnete wie aus Kübeln. Den Vormittag und frühen Nachmittag verbrachten wir mehr oder weniger in unserem Zimmer und lasen unsere spannenden Bücher. Erst für den Kochkurs am Nachmittag standen wir auf. Zusammen mit zwei Kanadier und einem Engländer besuchten wir zuerst den lokalen Markt. Nebst Früchten und Gemüsen gab es dort einiges exotisches zu kaufen. So wurden Frösche, Schlangen und Aale angeboten und in der Fleischabteilung gackerten Hühner, quakten Enten und hoppelten Hasen. Wenn die Tiere noch leben sind sie dann sicher frisch wenn man sie kauft oder schlachten lässt. Der aufgehängte Hund machte aber einen ziemlich toten Eindruck. (Wir stellen das Foto nicht aufs Internet).

Anschliessend war Gemüse schnippeln und Fleisch schneiden angesagt. In unserem Wok bereiteten wir drei chinesische Gerichte zu welche kurze Zeit später genüsslich verzehrt wurden. Obwohl wir es selbst gekocht haben schmeckte es vorzüglich.

 

Schönes Wetter, juhui. Mit dem lokalen Bus fuhren wir eine Stunde nach Yangdi wo schon ein Bambusboot auf uns wartete. Entlang des Li Jiang Flusses tuckerten wir während zwei Stunden durch eine eindrückliche Naturlandschaft. Man kann nicht zählen wie viele Kalksteinhügel entlang des Flusses zu finden sind. Eine Stelle ist sogar auf der 20 Yuan Note von China zu finden. In Xingping gingen wir an Land und nach einem kurzen Spaziergang durch dieses alte Städtchen nahmen wir wider den Bus zurück nach Yangshuo.

 

Wieder schön, wieder juhui. Mit den geliehenen Mountainbikes machten wir uns auf den Weg auf eine Radtour. Durch Hügel und Reisfelder radelten wir bis zum Mondberg, ein Felsen mit einem Loch das aussieht wie der Mond. Als nächstes besichtigten wir einen 1400 Jahre alten Baum welcher noch während der Tang Dynastie gepflanzt wurde. Entlang des Yulong He Flusses fuhren wir zurück nach Yangshuo. Nach fast sechs Stunden auf dem Velo waren wir schon ein wenig geschafft. :-)

 

Den Mittwoch verbrachten wir wieder mehrheitlich mit lesen uns ausspannen. Eigentlich wollten wir weiter reisen, es gab aber keine Zugbillette. Somit mussten wir noch einen Tag verlängern. Um uns etwas zu bewegen spazierten wir durch Yangshuo und entdeckten noch ein paar schöne Ecken und Gässchen.

 

Abreisetag. Mit dem Bus fuhren wir wieder 1.5 Stunden zurück nach Guilin und um 13.30 Uhr bestiegen wir den Zug nach Chengdu. Uns erwartete eine 26 stündige Zugfahrt. Hunderte von Menschen, fast nur Chinesen, stürmten den Zug und suchten ihr Abteil. Auch wir fanden unser offenes Sechser-Abteil welches wir natürlich mit vier Chinesen teilten. Es war ziemlich eng und da wir in der nähe der Toiletten waren, kamen des öftern unangenehme Gerüche angeflogen. Zum Glück hatten wir noch genügend zu lesen dabei und so vergingen die ersten Stunden wie im Flug. Zum Nachtessen begaben wir uns neun Wagen nach vorne in den Speisewagen. Der war ganz schön voll, vernebelt von Zigarettenrauch und die Speisekarte nur auf chinesisch. So schnappte sich Simon den Kellner, spazierte mit ihm durch den Wagen und zeigte auf Speisen anderer um so etwas zu bestellen. Als einzige „weisse“ waren wir die Unterhaltung schlechthin. Nach dem Essen legten wir uns wieder auf unsere Pritschen und versuchten, neben etwas Uringeschmack, zum spucken ausholenden und schnarchenden Chinesen zu schlafen. Erstaunlicherweise schliefen wir ziemlich gut aber die Zugfahrt war noch lange nicht vorbei. Unterwegs warteten wir teilweise einfach mehr als eine Stunde um weiter zu fahren ohne zu wissen warum. So kamen wir am Karfreitag mit drei Stunden Verspätung in Chengdu an. Wir waren ganz schön geschafft von 29 Stunden im Zug.

 

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